[21:39] Wer die Wahl hat...:
...hat die Qual - und wohnt vermutlich in Deutschland. Natürlich kann ich Niemanden von dieser Qual befreien, aber die Wahlwerbung kann ich zumindest in einigen Punkten beleuchten. Vielleicht hilft's ja wem.
Auch der Schuldenberg in Deutschland ist allein im Bund auf 890 Milliarden Euro angestiegen - ein Rekordwert in der Geschichte unseres Landes.
Richtig, das ist Rekord. So wie bisher jeder Schuldenstand seit der Gründung der BRD ein Rekordwert war, denn die Staatsverschuldung steigt schon immer. Und da man so viel Geld nicht umsonst geliehen bekommt, wird sich da so schnell wohl auch nichts dran ändern.
Ein kleiner Vergleich, um dieses "Argument" ein wenig zu entkräften:
Helmut Kohl war Bundeskanzler von 1982 bis 1998. Zu seinem Amtsantritt betrug die Staatsverschuldung der BRD ca. 300 Milliarden Euro, am Ende seiner Amtszeit waren es ca. 1100 Milliarden Euro - das macht also im Schnitt 50 Milliarden Euro pro Jahr.
Die aktuelle Staatsverschuldung beträgt ca. 1450 Milliarden Euro - auf die 7 Jahre Regierungszeit von Rot-Grün gerechnet macht das im Schnitt 50 Milliarden Euro pro Jahr.
Obwohl Rot-Grün also von Anfang an mit deutlich höheren Zinslasten zu kämpfen hatte, ist die Staatsverschuldung also ungefähr im gleichen Tempo gestiegen wie zu CDU-Zeiten auch.
Fairerweise muss man hier noch hinzufügen, daß im Jahre 2000 ca. 50 Milliarden Euro durch den Verkauf der UMTS-Lizenzen an den Staat geflossen sind - andererseits sind das nicht mal die Zinsen, die in diesem Jahr angefallen sind.
Mein Fazit in diesem Punkt: Unentschieden. Die Staatsverschuldung ist weder für CDU noch SPD oder irgendeine andere Partei ein Argument.
[Die Zahlen habe ich von http://www.steuerzahler.de/file.php?f=65/Verschuldung.pdf ]
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